Seit zwei Wochen war Kübelwetter und es stand ausnahmsweise mal ein völlig uneingeschränkt nutzbares Wochenende vor der Tür. Nur leider hatte es - streckenweise über 100L - im Juli geregnet, ein guter Teil davon Ende Juli. Das war für unser Gelände in Bunde, wie René mit großem Einsatz und noch größeren Klumpen an den Schuhen Freitag Abends feststellen mußte, deutlich zu viel.

Aber zum Glück wollten wir ja sowieso schon seit einer Weile mal Probebetrieb bei unseren Fliegerkollegen vom Flugplatz Barßel machen. Die Genehmigung der Landesbehörde lag schließlich schon vor und setzte langsam Staub an.

Also hat René Abends noch rum telefoniert und für das Wochenende alles klar gemacht. Samstag morgens haben wir uns dann gemeinsam mit der Winde nach Barßel aufgemacht und wurden freundlich empfangen.

 

Die Webseite des Fliegerclubs verspricht nicht zu viel: Wundeschön gelegen und fast mit Golfrasen ausgestattet, fanden wir sehr gute Bedingungen und eine prima Infrastruktur vor.

Zwar war der Wind sehr schwach - fast Nullwind - und somit die Ausklinkhöhe nicht ganz so gut, allerdings gelang es trotzdem gleich mehreren Fliegern, etwas aufzudrehen. Eine Mikroinversion verhinderte die ganz großen Höhen, dennoch war dies ein würdiger Einstand, den wir am nächsten Tag gleich fortgesetzt haben.

Noch etwas weniger Wind am Sonntag und unten heraus zähe Thermik bescherten auch an diesem Tag zunächst keine großen Höhenflüge. Zu beklagen hatten wir dennoch nichts, denn der Schleppbetrieb lief reibungslos und die Zusammenarbeit mit der Flugleitung Barßel (Sabine) unproblematisch und sehr freundlich. Danke nochmals dafür!

Nachdem ich auch einmal ganz kläglich abgesoffen war (4 Minuten Flug inkl. Schlepp), habe ich dann angesichts der sommerlichen Temperaturen beschlossen, diesmal die Jacke unten zu lassen. Und gleich im Scherz verkündet: "So, nach Murphies Law muß es jetzt gehen".

...und wie sollte es auch anders sein - natürlich kam es so. Murphies Law gilt auch in Barßel! 8-;

 

Nach etwas längerem Basteln ging es schließlich genau über dem "Tower" deutlich hoch bis auf 1200m. Da konnte ich dann nicht widerstehen, den Flugplatz gleich streckenflugmäßig einzuweihen. Bei teilweise stark variierenden Steigwerten schien die Basis trotz später Zeit immer höher zu werden. Und die zunächst erwünschte Abkühlung von den sommerlichen Temperaturen wurde auch immer durchgreifender - demnächst kommt die Jacke wieder mit - T-Shirt Streckenflüge sind selbst im Hochsommer etwas gewöhnungsbedürftig!

Es wurde ein Flug mit super Aussicht auf das Bad Zwischenahner Meer und ich bin nach fast 2 Stunden kurz vor Oldenburg gelandet. Danke an René für die Rückholung!

Barßel, hoffentlich bis bald!

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