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Unser Clubausflug nach Norma 2016 war die Fortsetzung einer langen Tradition: Mittlerweile zum 3. Male von der "jüngeren Generation" organisiert (und wer weiß schon wie oft davor), ging es eine Woche vor Ostern via Amsterdam Schiphol nach Italien, wo der Frühling oft einige Woche früher Einzug hält.

Die Vorhut bildeten René, Jan und Sven, die Samstag morgens aufbrachen und die Unterkünfte bezogen, bevor sie schließlich nachts von den vier Nachzüglern aus dem Bett geklingelt wurden.


Nach kurzem Schlaf wurden wir gleich vom ersten richtig guten Flugtag begrüßt. Sonne und Bella Italia wie bestellt, konnten wir reichlich Flugzeit tanken und unsere Neulinge das Fluggebiet kennen und schätzen lernen, bevor das Flugwetter in den nächsten Tagen deutlich schwieriger wurde.

Es folgten die Besichtigungen einiger alter Städte (u.a. der Festungsstadt Sermoneta) und historischer Plätze - auch in Cori selbst wie in der Umgebung. Montags etwas zu windig zum Fliegen, fanden wir Dienstag mit Serrone ein wirklich fantastisches Streckenfluggebiet in 1h Abstand zu unserer Unterkunft.

Der Wind war zwar zu stark für größere Abenteuer, aber dieses Fluggebiet, welches wir an dem Tage für uns alleine hatten, bot eine beeindruckende Kulisse für schöne Starkwind - Soaring-Flüge, die wir uns nicht entgehen ließen. Wegen unserer geringen Ortskenntnis und der etwas föhnigen Lage verzichteten wir zunächst auf den Nachmittagsflug, bevor Sven dann schließlich doch noch einen späten, aber deutlich verlängerten Abgleiter machen konnte. Unser Neuling Jan übte sich derweil im Ground- bzw. Schafhandling.

Warum ist dieses Fluggebiet eigentlich so unbekannt? Definitiv die (bessere) Alternative für Südwindtage mit hohem Streckenflugpotential!

Nachdem Mittwoch und Donnerstag eher trübe waren und nur teilweise Abgleiterpotential ergaben (wo bleibt das bestellte Flugwetter?!?) und so langsam die Umgebung ausgiebig besichtigt war, folgte sodann Freitags der beste Flugtag der Woche.

Sonnenschein, gute Thermik und fast 1900m Basishöhe entschädigten für die zwei Vortage und erlaubten tiefe Einflüge und Einblicke in die Bergwelt der Lepinischen Berge. Unser Immerflieger konnte es natürlich nicht lassen und verlängerte seinen Flug ins Flachland um fast 100 km zu fliegen. Der Rest der Truppe beschied sich mit etwas weniger ausgedehnten Flügen und war hochzufrieden. Auch der Samstag war noch einige Stunden gut nutzbar vor dem großen und beeindruckenden Gewitter.

Kleine nicht weiter dokumentierte Abenteuer (Baumlandung und Rückholung über bzw. eben nicht über gesperrte Straßen und Brücken) werden wir ebensowenig vergessen wie das abendliche italienische Essen. Besonders die "Cotze" hatte es Dietze bei unserem Stammitaliener Pizzeria Vesuvio angetan. Man muß sich eben trauen, auch mal was zu bestellen, was nicht so lecker klingt!

Für der größeren Teil unserer Reisegruppe war der Ausflug damit zuende und es ging nach frühem Aufstehen auf den Rückweg, während Marcel und Paul noch 3 Tage extra für sich hatten und zwei davon ausgiebig und bei für Norma typischerem Wetter nutzen und genießen konnten. Zwar war die Basishöhe nicht mehr so hoch, allerdings flog es zuverlässig und entspannt wie eigentlich gewohnt in Norma.

Und die Gärten von Ninja erm Ninfa werden wir auch noch mal besuchen - dann auf unsere eigene Art!