Das zweite Aprilwochenende hat es uns wieder gar nicht leicht gemacht. Sehr wechselhaftes und regnerisches Wetter die ganze Woche über und eine miese Vorhersage fürs Wochenende - die sich dann kurz vorher doch noch zum Besseren gewandelt hat. So sehr sogar, daß mit guter Thermik und gewissem Streckenflugpotential zu rechnen war.

 

 

Wir haben dann versucht, noch kurzfristig Flugbetrieb zu organisieren, aber leider war das doch für Viele zu kurzfristig. Die Windrichtung war obendrein für den Samstag recht seitlich für Nortmoor prognostiziert, so daß wir schweren Herzens abgesagt haben und mal wieder die Umweltbilanz unseres Sportes durch Spritverbrennen Richtung Bremen zu unseren Fliegerkollegen in Holste-Hellingst ruiniert haben, wo wir sehr freundlich aufgenommen wurden.

 

An die Vorhersagen hat sich das Wetter auch diesmal nicht gehalten. Praktisch kein Wind und nur mäßige Böen waren schon ein Vorbote für die erst etwas abgedämpfte Thermik, die es unserem Immerflieger René nicht ganz einfach gemacht haben, seine Ansage "heute gehts nach Helgoland" wahr zu machen. Zumal wenig Wind von der Seite auch niedrige Ausklinkhöhe und extremes Windenlotto bei den vorhandenen Abschirmungen bedeutete.

Allerdings hatte René gleich beim ersten Schlepp das Glück des Tüchtigen und weg war er - Richtung Helgoland, während der Rest von uns sich noch etwas länger abmühen mußte.

 

So ganz geklappt hat es bis nach Helgoland dann doch nicht, die Elbe mit Ihren feuchten Tiefebenen war an diesem Tage das Ende für unseren ambitionierten Jungspunt. Claas hat schließlich mich von meinem eher bescheidenen Streckenflug und René von seinem bis-zum-Küstenanschlag-Flug aufgegabelt und somit für eine halbwegs normale Heimkehrzeit gesorgt. Supi, Helgoland muß halt bis zum nächsten Mal warten.

 

Die oben abgebildete Bushaltestelle kann übrigens, wie in unserem Lande leider üblich, am Wochenende getrost als Attrappe angesehen werden. Insofern Danke nochmals an Claas für die Rückholung!

 

Nach dem erfolgreichen Samstag sah es für den Sonntag mit angesagtem Regenrisiko und weitestgehender Abschattung nicht so gut aus. Wieder kein Flugbetrieb bei uns. Aber was macht unser holländischer Nachbar Geert trotz Nieselregen vor der Türe? Setzt einfach gaanz kurzfristig morgens um halb 9 an. Na, der weiß wohl was, was ich nicht so durchschaut habe: Also nix wie los mit Holland Paule, ist ja schließlich nicht weit weg.

Anfangs kam es dann auf der ziemlich saftigen Wiese in Hooghalen (da wird das Seilausziehen zum Abenteuer!), wie es kommen mußte: Viele großflächige Abschattungen sorgen für ganz nette, aber doch sehr kurze Flüge. Die Stimmung war trotzdem gut, zumal mit Sven sogar gleich drei PGNordwestler anwesend waren.

 

Tja, und dann passierte ein kleines Wunder in Hooghalen: Kurz vor 3 Uhr reißt es zusehends auf und nur noch über unserem Schleppgeleände stehen 4/8 Bewölkung. Plötzlich hingen dann gleich 4 Piloten gleichzeitig im Himmel, darunter 3 von unserem Club - Sven sogar mit dem Tandem! Der Wahnsinn!

Das war mal wieder Thermikfliegen wie bestellt - für etwas über eine Stunde hielten die guten Bedingungen an, bevor schließlich die Seebrise durchbrach und dem lustigen Treiben ein Ende setzte.

Wir haben den unerwartet tollen Flugtag dann noch im "Wapen van Schottland" gebührend ausklingen lassen und freuen uns schon auf das nächste Mal!